8. August 2013
In großen Forschungsprojekten wie dem "Human Brain Project" wollen Wissenschaftler in Zukunft einmal im Computer ein menschliches Hirn simulieren.
Davon sind sie heute noch weit entfernt. Aber immerhin: Einen Ausschnitt des Nervensystems von Mäusen und Fruchtfliegen haben sie schon hinbekommen. Mehrere Studien zu dem Thema sind im Fachjournal "Nature" erschienen. In einer davon wird beschrieben, wie Forscher einen winzigen Zellblock aus dem Hirn einer Fliege im Rechner nachgebaut haben. Sie analysierten ihn Schicht für Schicht mit einem Elektronenmikroskop und rekonstruierten im Rechner die rund 700 Nervenzellen mitsamt ihrer Verbindungen.
In einer weiteren Studie haben Forscher auf ähnliche Weise einen Teil des Mäusehirns im Rechner modelliert. Das dreidimensionale Modell zu erstellen, war enorm aufwändig. Mehr als 200 Studierende überprüften die Verzweigungen der virtuellen Nervenzellen im Computermodell. Das kostete sie rund 20.000 Arbeiutsstunden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)