8. August 2013

Zellen von Henrietta Lacks dürfen weiter der Forschung dienen

In gewisser Weise ist die US-Amerikanerin Henrietta Lacks unsterblich - auch wenn sie 1951 an einem Tumor gestorben ist.

Denn ihre Zellen leben seitdem weiter und dienen der Wissenschaft. Forscher dürfen sie auch weiterhin nutzen - darauf haben sich die Nachfahren von Henrietta Lacks und das US-Institut für Gesundheit geeinigt. Die Behörde gab zu, dass der Frau Körperzellen ohne ihre Einwilligung entnommen worden waren. Außerdem bescheinigte der Chef des Instituts der Spenderin, dass sie der Wissenschaft "unbezahlbare Dienste" erwiesen habe.

Die Zellen von Henrietta Lacks bezeichnen Forscher nach den Anfangsbuchstaben der Frau als HeLa-Zellen. Aus ihnen wurden immer wieder neue Zelllinien gezüchtet. Im Labor wird daran die Behandlung verschiedener Krankheiten untersucht, zum Beispiel Leukämie, Hirntumore, Herpes, Grippe und Parkinson.

Die Geschichte der Zellen ist zB. im Buch "Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks" nachzulesen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)