8. August 2013

Austern in Frankreich durch neues Bakterium bedroht

Austern haben es nicht leicht.

Sie werden nicht nur von Menschen verspeist und durch Virus-Epidemien dezimiert. Jetzt haben die Austern an der französischen Küste außerdem noch mit einer tödlichen Bakterien-Krankheit zu kämpfen, an der auch ausgewachsene Austern sterben. Austernzüchter sind deshalb dieses Jahr besonders betroffen, denn sie verlieren jetzt Tiere, die sie zum Teil über mehrere Jahre hinweg aufgezogen haben. Die Epidemien in den vergangenen Jahren hatten dagegen vor allem jungen Austern geschadet.

Der französische Meeresforscher Tristan Renault wertete Proben von Nord- bis Südfrankreich aus - inzwischen ist der Übeltäter bekannt: Ein Bakterium namens Vibrio Aestuarianus. Renault schätzt, dass die Sterblichkeit bei manchen Austernbänken bei bis zu 65 Prozent liegt. Unklar ist, warum sich das todbringende Bakterium so rasant in den Austernbänken an Frankreichs Küste verbreitet.

In Frankreich werden Austern traditionell an Weihnachten und Silvester gegessen. Spätestens dann dürfte es auch dieses Jahr im Land wieder einen Engpass geben.

Bei DRadio Wissen haben wir uns dem Austernsterben 2012 in einem Tagesthema-Schwerpunkt gewidmet

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)