9. August 2013
Anonym im Netz zu kommunizieren wird immer schwieriger.
Das haben zuletzt die Enthüllungen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden gezeigt. Als er am Moskauer Flughafen festsaß, nutzte er selbst Medienberichten zufolge den verschlüsselten E-Mail-Dienst "Lavabit". Der wurde jetzt offenbar auf Druck der US-Behörden zur Schließung gezwungen. Der Besitzer des Dienstes teilte auf seiner Website mit, er habe sich dazu nach langer Überlegung entschieden. Er beklagte, er könne keine Details zu den Ursachen der Einstellung mitteilen. Außerdem schrieb er, diese Erfahrung habe ihm eines gezeigt: Solange sich in den USA von Seiten der Regierung oder der Gerichte nichts ändere, sollte man davon absehen, seine private Daten US-Dienstleistern anzuvertrauen.
Bei einer Pressekonferenz am Flughaufen von Moskau hatte eine Vertreterin von "Human Rights Watch" gesagt, dass Edward Snowden sie von einer Lavabit-E-Mail-Adresse aus kontaktiert habe. Er hält sich derzeit an einem unbekannten Ort in Russland auf, nachdem ihm dort Asyl gewährt wurde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)