9. August 2013
Malaria ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten überhaupt.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO starben daran im Jahr 2010 weltweit rund 660.000 Menschen, vor allem in Afrika. US-Forscher haben jetzt einen ersten Schritt auf dem Weg zu einem Impfstoff gemacht. Dabei ging es um eine besonders gefährliche Malaria-Variante, die vom Bakterium Plasmodium falciparum ausgelöst wird. Die Bakterien werden von Stechmücken auf den Menschen übertragen. Die Wissenschaftler konnten die Erreger in einer für Impfungen geeigneten Form kultivieren und zu einem Serum machen.
Die Forscher berichten in der Fachzeitschrift "Science" von ersten Tests mit dem Serum. Im Blut der Geimpften wiesen sie später Antikörper gegen die Bakterien nach. Den Forschern zufolge sind noch umfangreiche weitere Studien nötig, bis geklärt ist, ob der neue Ansatz letztlich trägt. Dabei müsse unter anderem geklärt werden, wie lange der Schutz anhält und ob der Impfstoff auch gegen andere Stämme wirkt.
Auf der Homepage von "Science" gibt es auch einen Podcast zu den neuen Forschungsergebnissen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)