9. August 2013

Riesenbakterium: Thioploca hat Einfluss auf Algenwachstum

Wer glaubt, dass Bakterien nur mit dem Mikroskop zu sehen sind, der sollte sich mal auf dem Meeresboden vor der mexikanischen Küste umschauen.

Dort haben Forscher aus Dänemark das Bakterium Thioploca gefunden. Es ist so groß, dass man es mit dem bloßen Auge erkennen kann, nämlich etwas mehr als ein Viertelmillimeter, und lebt in Kolonien, die nach nach Angaben der Wissenschaftler aussehen wie blasse, glibberige chinesische Nudeln. Die Organismen könnten einen entscheidenden Einfluss auf die Meeresbiologie haben. Denn, so die Forscher, Thioploca lebt vor allem von Stickstoffverbindungen.

Gemeinsam mit anderen Organismen sorgt es dafür, dass der Stickstoff-Gehalt im Wasser sinkt. Das wiederum hat Folgen für das Algenwachstum. Denn Algen sind ebenfalls auf Stickstoff angewiesen, wird der knapp, können sie nicht wachsen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)