9. August 2013
Mit der Ironie haben chinesische Journalisten offenbar ihre liebe Not.
Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete vor kurzem: Amazon-Gründer Jeff Bezos habe die "Washington Post" aus Versehen gekauft. Gemerkt habe er seinen Fehler erst, als er auf seiner Kreditkartenabrechnung den Kaufpreis von 250 Millionen Dollar fand. Die Meldung stammte ursprünglich aus der Zeitschrift "The New Yorker" und war als Scherz gemeint.
Wie die Agentur AFP schreibt, ist es nicht das erste mal, dass die chinesischen Kollegen allzu unkritisch Inhalte übernehmen. Erst vor wenigen Tagen habe Xinhua Bilder einer vermeintlichen Hinrichtung veröffentlicht, die tatsächlich aber inszeniert waren und von einer Porno-Seite stammten. - Ende 2012 war das Parteiorgan "People's Daily" der ironischen Meldung aufgesessen, der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Un sei zum "Sexiest Man Alive" gekürt worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)