9. August 2013

Wanderfalke soll Flugzeugbauer inspirieren

Er erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 360 Kilometern in der Stunde, stürzt sich in die Tiefe und bremst kurz vor dem Boden wieder ab.

Der Wanderfalke verfügt über besondere Flugeigenschaften. Die werden jetzt von Strömungsmechanikern der TU Freiberg genauer untersucht. Die Ergebnisse sollen als Vorlage für neue Flugzeugtechnik dienen.

Die Forscher legen dafür Modelle des Falken in einen Wasserkanal. Darin werden zum Beispiel Strömungsphänomene wie kleine Wirbel sichtbar. Außerdem filmen die Experten herabstürzende Falken an einer Staumauer in der Eifel, um Flugbahn und -geschwindigkeit zu messen. Die Wanderfalken legen ihre Flügel beim Sturzflug ganz nah an den Körper. Den Forschern zufolge erreichen sie damit die sehr hohen Geschwindigkeiten.

Die Wissenschaftler hoffen auf Rückschlüsse für die Entwicklung neuartiger Flugzeugkonzepte - wie dem so genannten "Nurflügler" - ein Flugzeug, bei dem Rumpf und Tragflächen nicht getrennt sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)