9. August 2013
Nach 27 Jahren sind die Bäume immer noch verstrahlt.
Eine Studie hat die Auswirkungen des Tschernobyl-Unglücks auf die Bäume in der Umgebung untersucht. Die Forscher der University of South Carolina kamen zu dem Schluss, dass auch junge Bäume ausdrücklich betroffen sind. Viele Bäume zeigten höchst abnormales Wachstum, schrieben sie im Fachmagazin "Trees". Als Grund nannten sie die Strahlenbelastung, die dazu führte, dass Zellen mutierten oder abstarben. Ältere Bäume, die die Atom-Katastrophe überlebten, waren zudem besonders anfällig gegen Umwelteinflüsse wie Trockenheit.
In der Studie wurden mehr als 100 Kiefern untersucht. Nach Angaben der Wissenschaftler war es die erste Untersuchung dieser Größenordnung. Ältere Studien hätten zudem nur die Holzstruktur, nicht aber das Wachstum der Bäume betrachtet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)