9. August 2013

Schildkröten fressen mehr Müll

Schildkröten fressen immer mehr Plastik - und können daran sterben.

Das hat eine Studie der Universität von Queensland ergeben. Die Wissenschaftler haben 37 ältere Studien aus den Jahren 1900 bis 2011 analysiert und ausgewertet. Ergebnis: Sechs der sieben Meeresschildkrötenarten nehmen beim Fressen auch Müll auf. Meistens handelt es sich dabei um Plastik. Das sei besonders gefährlich, weil es oft Giftstoffe enthalte oder die Schildkröten mit scharfen Kanten innerlich verletzen könne. Alle sechs Arten sind vom Aussterben bedroht. Besonders gravierend sei die Entwicklung bei der grünen Meeresschildkröte. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie Müll schlucke, habe sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Laut dem Artikel in der Fachzeitschrift "Conservation Biology" landen jedes Jahr mehr als 6,4 Tonnen Müll im Meer.

Hier gibt es die Original-Studie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)