12. August 2013

Grönlandeis schmilzt auch von unten

Dass das Eis in Grönland schmilzt, hat nicht nur mit dem Klimawandel zu tun - sondern auch mit der dort außergewöhnlich dünnen Erdkruste.

Wie Forscher im Fachmagazin "Nature Geoscience" schreiben, schmilzt das grönländische Eis auch von unten. Wegen der dünnen Erdkruste kommt mehr Wärme aus dem Erdmantel. Dieser Effekt darf laut der Studie bei Klimamodellen nicht vernachlässigt werden.

Die grönländische Erdkruste ist den Forschern zufolge zwischen 1,7 und 2,8 Milliarden Jahre alt. Unter Zentral-Grönland sei sie nur etwa 70 bis 80 Kilometer mächtig - für die Erdkruste nicht viel. Warum sie da so außergewöhnlich dünn ist, muss noch erforscht werden.

Die kontinentalen Eisschilde spielen im Klima eine zentrale Rolle. Jedes Jahr verliert Grönlands Eisschild rund 227 Gigatonnen an Eis und beeinflusst damit auch den Meeressspiegelanstieg.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)