12. August 2013

Umweltexperte Vogt: Ursachenbekämpfung gegen Klimawandel kommt zu kurz

Klar, wir können uns hohe Dämme bauen und unsere Häuser gegen Fluten schützen.

Aber trotzdem wird das Wetter extremer, und eigentlich sollte man lieber dagegen ankämpfen. Dieser Meinung ist Erich Vogt, der an der Universität von Toronto den Klimawandel erforscht. Er schreibt in der "Süddeutschen Zeitung", dass Städte Milliarden ausgeben, um sich an den Klimawandel anzupassen, dabei aber die Ursachenbekämpfung zu kurz kommt. Als Beispiel nennt er New York. Die Stadt war stark betroffen vom Hurrikan Sandy. Vor kurzem hat Bürgermeister Michael Bloomberg ein 20 -Milliarden-Dollar-Programm vorgestellt, mit dem er New York für den Klimawandel rüsten will, mit neuen Dämmen und Deichen und einer verbesserten Infrastruktur.

Vogt wirft die Frage auf, ob solche Maßnahmen nicht sogar schlecht sind fürs Klima, denn dadurch würden die Städte geschützt, während die Probleme auf dem Land zunähmen. Die Stadtbewohner hörten dann auch irgendwann auf, sich über ihre CO2-Bilanz Gedanken zu machen, weil sie sich zu sicher fühlten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)