12. August 2013

Parteienforscher ist für Veröffentlichung von Wählerumfragen bis zuletzt

Um Wähler nicht zu beeinflussen, veröffentlichen ARD und ZDF in den letzten Tagen vor der Wahl keine Umfrageergebnisse mehr.

Der Parteienforscher Jürgen Falter findet aber, dass sie das doch tun sollten. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er, auch ein bis zwei Wochen vor der Wahl seien viele Menschen noch unentschlossen, wer ihre Stimme bekommt. Deshalb würden sie durch Umfragen auch dann beeinflusst, oder eben nicht. Laut Falter entscheiden sich zehn Prozent der Bürger erst am Wahltag selbst.

Ein Problem sieht der Forscher darin, dass viele Wahlumfragen Menschen ohne Festnetztelefon nicht berücksichtigten. Deshalb kann seiner Meinung nach zum Beispiel die Piratenpartei besser abschneiden als vorhergesagt. Denn gerade deren Wähler besäßen oft nur noch ein Handy und würden deshalb von den Meinungsforschern nicht erreicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)