13. August 2013

Studie: Diskriminierung gehört an Schulen und Unis zum Alltag

Jeder vierte Schüler oder Student mit Migrationshintergrund fühlt sich diskriminiert.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, aus der das ARD-Hauptstadtstudio zitiert. Auch sechs Prozent der Befragten mit einer Behinderung gaben an, benachteiligt oder gemobbt zu werden. Ähnliches berichten homosexuelle Schüler und Studenten.

Dabei geht es nicht nur um das Verhältnis von Schülern untereinander, auch Diskriminierungen durch Lehrer sind laut der Studie alltäglich. Das wiederum wirke sich negativ auf die Leistungen und die Motivation der gemobbten Schüler aus. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders, forderte, es müssten unabhängige Stellen eingerichtet werden, um den Betroffenen schnell zu helfen. Sie erklärte, Deutschland könne es sich langfristig nicht leisten, dass ganze Gruppen von Schülern schlechtere Bildungschancen hätten als andere.

Der Bericht soll heute dem Bundestag vorgelegt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)