13. August 2013
Aquakulturen sind nicht nachhaltig - man muss mehr Fische verfüttern, als man herausbekommt.
Das sagt ein Wissenschaftler der Universität Maryland und macht auch gleich Nägel mit Köpfen. Er ist der Meinung, die Zucht von Raubfischen lohnt sich nicht. Daher hat er mit Kollegen einen vegetarischen Speiseplan für solche Exemplare entwickelt. In einem Fachjournal berichtet das Team von seinen Tests mit Königsfischen und Doraden. Die bis zu 70 Kilo schweren Tiere bekamen eine Mischung aus Mais, Weizen und Soja, dazu verschiedene pflanzliche Öle und zum Beispiel den Zusatzstoff Taurin, den man aus Energy-Drinks kennt. Das Fazit der Forscher: Die vegetarische Diät lässt die Tiere genauso gut wachsen wie gewöhnliche Futterpläne.
Bisher werden Raubfische in der Zucht meistens mit Fischmehl und Fischöl gefüttert - dafür müssen wiederum andere Fische gefangen werden. Ein ein Kilogramm schwerer Raubfisch frisst in seinem Leben zum Beispiel fünf Kilo Fische. Das führt dazu, dass auch die Fischzucht die Überfischung der Meere beschleunigt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)