13. August 2013
Wissenschaftler haben eine spezielle Infrarot-Kamera entwickelt, mit der sich Wal aufspüren lassen.
Das ist zum Beispiel wichtig, wenn im Meer mit schwerem Gerät nach Öl und Gas gesucht wird. Um die Wale vor Lärmbelastungen zu schützen, gibt es dafür strenge Auflagen.
Wie die Forscher des Alfred-Wegener-Insituts in Bremerhaven im Fachmagazin PLOS ONE schreiben, findet die Wärme-Kamera etwa doppelt so viele Wale wie die Wissenschaftler, wenn sie per Fernglas suchen. Das System erkennt geringste Schwankungen der Wassertemperatur und stellt sie farblich unterschiedlich dar. Da die Luft, die Wale nach dem Tauchen ausatmen, deutlich wärmer ist als ihre Umgebung, können die Tiere anhand der charakteristischen Streifen auf dem Bildschirm gut identifiziert werden.
Das Infrarot-System funktioniert nach Angaben der Forscher auch bei großer Kälte, rauer See und starkem Wind. Fehlerhafte Messungen registrierten sie nur, wenn viele kleine Eisbrocken auf dem Wasser schwammen oder wenn ein Schwarm Vögel durchs Bild flog.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)