13. August 2013

"Fifty Shades of Grey" verharmlost laut US-Forscherinnen sexuelle Gewalt

"Fifty Shades of Grey" ist ein Kassenknüller und wird als Erotik-Roman vermarktet.

Für Sexualwissenschaftlerinnen aus den USA ist es aber ein Buch über Gewalt. Und sie sind der Ansicht, dass der Roman Missbrauch und Vergewaltigung von Frauen verharmlost und banalisiert.

Die Forscherinnen aus Ohio haben Passagen des Romans analysiert. Dann haben sie sich angeschaut, wie eine US-Gesundheitsbehörde emotionalen Missbrauch und sexuelle Gewalt definiert. Sie fanden viele Übereinstimmungen.

So verhält sich die Hauptdarstellerin Anastasia, wie es viele Frauen nach einer Vergewaltigung durch ihren Partner tun: Sie fühlt sich ständig bedroht und hat den Eindruck, dass sich ihre Identität verändert. Sie wird mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht. Irgendwann sei Anastasia in einer gewaltsamen Beziehung gefangen.

Die Forscherinnen verweisen auf aktuelle Zahlen, nach denen im Schnitt jede vierte Frau Missbrauch durch einen Partner erlebt. Vor diesem Hintergrund seien Bücher wie "Fifity Shades of Grey" gefährlich.

Die Untersuchung ist im Fachmagazin "Journal of Womens Health" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)