13. August 2013
Schlechte Bildung ist eines der größten Probleme der Schwellenländer.
Deshalb haben sich Wissenschaftler der Uni Oxford an mehreren Beispielländern angesehen, wie es um die Leistungen der Schüler steht. Vietnam und Indien haben etwa das gleiche Einkommen pro Kopf - bei der Schulbildung liegen aber laut den Forschern Welten zwischen ihnen. In Vietnam konnten demnach 95 Prozent der Zehnjährigen vierstellige Zahlen addieren. In Indien konnte weniger als die Hälfte der Kinder auch nur zweistellige Zahlen addieren. Ähnlich sah es bei anderen Aufgaben aus.
Den Unterschied führen die Studienautoren auf die Lehrer zurück. In Vietnam seien sie motiviert und gut ausgebildet - auch Kinder aus armen Familien lernten schnell. In Indien blieben dagegen gerade ärmere Kinder in der Schule zurück. Die Forscher warnen: Das könne die Entwicklung des Landes stören.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)