13. August 2013

Lebewesen im Boden nicht mehr so leistungsfähig

Vieles nimmt man als selbstverständlich hin: den Boden zum Beispiel.

Der ist ziemlich wichtig - sorgt dafür, dass Pflanzen wachsen können, er entgiftet Schadstoffe, zersetzt Abfälle und Vieles mehr. An diesen Prozessen sind Millionen von winzigen Lebewesen beteiligt. Aber ein internationales Forscherteam warnt jetzt: Die Winzlinge können immer weniger leisten, weil viel Land immer intensiver genutzt wird. Im Fachmagazin "PNAS" zeigen die Forscher, in welch großem Umfang das passiert.

Den Forschern zufolge ist die dünne Erdschicht unseres Planeten ein wichtiger Kohlenstoffspeicher. Der Kohlenstoff, der aus Ackerböden entweiche, reichere sich in der Atmosphäre an. Wenn sich der Boden also großflächig verändere, dann habe das auch Auswirkungen auf den Klimawandel.

Die Untersuchung soll jetzt die Grundlage sein, um neue Strategien für die Landnutzung zu entwickeln.

In dem EU-Projekt SoilService untersuchten Forschern aus acht europäischen Ländern Äcker und Grünländer in ganz Europa. Dabei erfassten sie sowohl ökologische Parameter - wie die biologische Vielfalt - als auch ökonomische Parameter - wie den Ernteertrag.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)