13. August 2013

Katastrophentourismus: Was zieht Urlauber in Krisengebiete?

Die Sommer-Urlaubs-Klassiker sind Mittelmeer oder Alpen.

Doch es gibt auch Menschen, die zieht es nach Afghanistan. Die afghanischen Behörden haben seit Anfang des Jahres 1.400 Touristen gezählt, deutlich weniger als noch vor zehn Jahren. Doch was zieht Touristen in Krisenregionen? Die Deutsche Presse-Agentur hat einige Afghanistan-Touristen gefragt.

Der Franzose Alexandre Hryszkiewicz bezeichnet sich als Katastrophentourist. Er war auch schon in Tschernobyl und Nordkorea. Er findet, dass man an schwierigen Plätzen mehr Menschlichkeit erlebt.

Der Deutsche Oliver Heilwagen meidet eigentlich No-go-Areas, aber er hat Freunde aus Afghanistan. Außerdem meint er, die afghanische Hauptstadt Kabul sei weniger gefährlich als etwa der New Yorker Stadtteil Bronx.

Trotzdem: Ab und zu passiert etwas. Seit Oktober fehlt jede Spur von zwei Afghanistan-Touristen aus Nordamerika. Sie waren mit öffentlichen Verkehrsmitteln gereist und sollen bei Einheimischen in Dörfern übernachtet haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)