13. August 2013
Und dann bin ich über meinem eigenen Körper geschwebt.
Von solchen Nahtoderfahrungen hört man öfter, auch von einem Bilderrausch aus Erinnerungen ist manchmal die Rede. Der Grund für solche Erlebnisse könnte eine extreme Steigerung der Hirnaktivität kurz vor dem Tod sein. Das berichten Forscher der US-Uni Michigan im Fachblatt PNAS. Sie haben die Gehirne von sterbenden Ratten untersucht. Bis 30 Sekunden nachdem deren Herz zu schlagen aufhörte, gab es deutlich mehr so genannte Gamma-Hirnwellen. Es wird angenommen, dass sie ein Zeichen für einen hohen Informationsfluss im Gehirn sind. Die Pulse waren bei den Ratten laut den Forschern stärker als jemals im normalen, wachen Zustand.
Es ist noch aber unklar, inwieweit die Ergebnisse auf Nahtoderfahrungen beim Menschen übertragbar sind.
Es gibt aber auch Kritik an der Studie - zum Beispiel von Alois Serwaty. Der hat selbst eine Nahtod-Erfahrung gemacht und beschäftigt sich seitdem mit den wissenschaftlichen Aspekten dieses Phänomens. Ihm zufolge haben Wissenschaftler schon vor Jahren bei Menschen festgestellt haben, dass ihr Gehirn während des Sterbens besonders aktiv wurde. Aber weder diese Menschen noch die Ratten aus der US-Studie habe man danach befragen können, ob sie Nahtod-Erfahrungen gemacht haben. Er hält deshalb die These der US-Forscher für absolut spekulativ.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)