14. August 2013
Induzierte Pluripotente Stammzellen, kurz iPS-Zellen, gelten als ethisch weniger problematische Stammzellen.
Sie stammen nämlich nicht aus menschlichen Embryonen, sondern sind Körperzellen, die in einen ursprünglicheren Zustand rückprogrammiert werden. Allerdings steht die Forschung mit den iPS-Zellen noch ganz am Anfang.
Jetzt haben es Wissenschaftler aus den USA geschafft, damit menschliches Herzgewebe zu züchten. Wie sie im Fachjournal "Nature Commmunications" schreiben, pflanzten sie weiterentwickelte iPS-Zellen in das Gerüst eines Mäuseherzens. Nach 20 Tagen Blutversorgung habe das Gewebe begonnen, sich wie ein menschliches Herz mit 40 bis 50 Schlägen pro Minute zusammenzuziehen.
Anfang Juli hatten japanische Forscher über ähnliche Erfolge mit Gewebe für eine menschliche Leber berichtet. Über Stammzellen gezüchtete Organe könnten in Zukunft als Ersatz für Spenderorgane transplantiert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)