14. August 2013

Strafrechtler kritisiert Einsatz von militärischen Tötungsrobotern

Wenn ich schon töte, dann bitte schön Auge in Auge.

Mit diesen Worten kritisiert der Salzburger Strafrechtler Otto Lagodny den militärischen Einsatz von Robotern. Juristisch sei es egal, ob man einen anderen Menschen mit einem Gewehr, einer Drohne oder einem selbständig agierenden Roboter töte, sagte Lagodny der "Süddeutschen Zeitung". Er sieht es aber als Problem an, wenn ein Kampf wie ein Computerspiel wirkt. Das senke die Hemmschwelle radikal und habe gefühlsmäßig nichts mehr mit menschlicher Entscheidung zu tun.

Im kommenden Jahr soll sich der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen mit autonomen Tötungsrobotern befassen. Schweden will ein Testverbot für diese Maschinen durchsetzen, obwohl die USA und Großbritannien seit Jahren an ihnen arbeiten. Lagodny geht aber davon aus, dass das Verbot nicht durchkommt. Am Ende setzten sich immer die durch, die die Macht hätten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)