14. August 2013

Wissenschaftler kritisiert Tricks bei Veröffentlichungen und Reputationen

Für Nachwuchswissenschaftler, die einen Lehrstuhl bekommen wollen, ist es wichtig, viel zu veröffentlichen.

Den Kampf um diese Veröffentlichungen in möglichst renommierten Zeitschriften beurteilt der Betriebswirtschaftler Alfred Kieser als zunehmend unseriös. In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zählt er verschiedene Möglichkeiten auf, Einfluss auf die Publikation zu nehmen. Unter anderem könne man prominente Kollegen um eine Ko-Autorenschaft bitten oder Aufsätze von Zeitschriften, in denen man veröffentlichen will, häufig zitieren.

Kieser kritisiert auch offizielle Rangtabellen, die Zeitungen nach ihrer Wichtigkeit einordnen. Das Ranking des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft etwa sei extrem manipulationsanfällig und sage wenig über die Qualität einer Zeitschrift aus. Die Bilanz des Betriebswirtschaftlers: Wenn aus erkenntnisorientierten Forschern Maximierer von Ranking-Punkten werden, schadet das der Wissenschaft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)