14. August 2013

Pinke Heuschrecken nicht die Ausnahme, sondern die Regel

"Pink is my favourite Colour" - dachte sich die nordamerikanische langflügelige Heuschrecke und erscheint nicht nur in grün und gelb, sondern auch in knallpink.

Bislang nahm die Wissenschaft an, dass diese Pinkfärbung eine Ausnahme ist, so wie in anderen Arten ab und zu Albinos geboren werden. Denn in der Natur fanden sich nur sehr selten pinke Exemplare, hier wurden vor allem grüne Heuschrecken gesichtet. Doch wie Biologen des Schmetterlingsgarten in New Orleans nun feststellten, ist die Pinkfärbung keine Ausnahme, sondern eigentlich die Regel. Dafür kreuzten sie die unterschiedlich farbigen Tiere. Nach den Mendelschen Vererbungsregeln hätten viel mehr grüne Tiere schlüpfen müssen. Stattdessen gab es aber mehr pinke Heuschrecken. Daraus folgern die Wissenschaftler, dass nicht grün, sondern pink dominant vererbt wird. In der Natur finde man trotzdem häufiger grüne Heuschrecken, weil diese bessere Überlebenschancen hätten. Diese Selektion könne am Ende dazu führen, dass in der Zukunft grün dominant vererbt werde, bislang ist es aber noch pink.

So sehen sie aus, die pinken Heuschrecken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)