14. August 2013
In diesem Fall könnte man sagen: "Gut gemeint, aber schlecht umgesetzt."
Äthiopien hat vor einigen Jahren begonnen, dank Entwicklungshilfe stark in seine Hochschulen zu investieren. Doch damit hat sich das Land ein neues Problem geschaffen, berichtet eine Frankfurter Ethnologin. Denn mit der wachsenden Zahl an Unis brauchte man auch viele Professoren. Die holte sich Äthiopien aus Indien und zahlte ihnen zehn Mal so viel wie einheimischen Dozenten. Das führt dazu, dass äthiopische Nachwuchs-Akademiker wegen der schlechten Bezahlung ins Ausland gehen - das wollen viele ohnehin aus politischen Gründen. Damit verliert das ostafrikanische Land nicht nur kluge Köpfe, sondern auch Investitionen. Denn der Staat schießt äthiopischen Studenten die Studiengebühren vor und übernimmt auch Kost und Logis im Studentenwohnheim. Das Geld müssen Absolventen später nur teilweise zurückzahlen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)