15. August 2013
Ein Klimawechsel könnte Mykene und anderen Kulturen der späten Bronzezeit den Todesstoß versetzt haben.
Französische Forscher haben fossilen Blütenstaub untersucht, den sie mit einer Bohrung aus einem Salzsee auf Zypern geholt hatten. Darin fanden sie Hinweise auf eine rund 300 Jahre lange Dürrezeit in der Region um das heutige Griechenland. Rund 1200 Jahre vor Christus waren die Paläste von Mykene, Tiryns und Pylos durch Brandkatastrophen zerstört worden, in Anatolien ging das Hethiterreich unter. Die Ursachen dafür sind unter Wissenschaftlern umstritten. Die populärste Erklärung ist bisher, dass andere kriegerische Völker einwanderten - einige Forscher glauben jedoch, dass auch Dürren, Hungersnöte oder Epidemien einen Beitrag zum Ende der Staaten geleistet haben. Diese Faktoren lassen sich aber archäologisch nur schlecht nachweisen.
Starke Dürren könnten auch mit verantwortlich sein für den Untergang der Maya-Hochkultur vor rund 1.000 Jahren. US-Forscher hatten dafür von Tropfsteinen in Höhlen Rückschlüsse auf die Regenhäufigkeit gezogen.
Den Artikel zu der Studie gibt es [hier:| DOI: 10.1371/journal.pone/0071004].
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)