15. August 2013
Der hat doch ein Helfer-Syndrom!
Das wird über Menschen gesagt, die ihre Unsicherheit kompensieren, in dem sie sich sehr um andere kümmern. Diese Analyse ist meist abwertend gemeint - vielleicht zu unrecht. Denn die Zeitschrift "Psychologie Heute" berichtet, dass diese Strategie gut funktioniert: Es stärkt das eigene Selbstbewusstsein, wenn man anderen etwas Gutes tut. Das Magazin beruft sich auf eine Psychologin der Universität von Michigan in den USA. Sie hatte Studentinnen mit geringem Selbstwertgefühl die Aufgabe gegeben, ihre Zimmergenossinnen möglichst gut zu unterstützen und zu ermutigen. Erst war es also ein ziemlich einseitiges Verhältnis, die eine Studentin half der anderen. Irgendwann aber unterstützten sich die Mitbewohnerinnen gegenseitig. Das Selbstbewusstsein beider Versuchspersonen verbesserte sich nach Angaben der Forscherin deutlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)