15. August 2013

Wer viel bei Facebook ist, ist unzufriedener

Facebook macht unglücklich.

Viele haben es schon geahnt, jetzt gibt's für diese These wissenschaftliche Belege. Sie kommen von Neurowissenschaftlern der Universität von Michigan und stehen im Fachmagazin "PLOS ONE".

Die Forscher haben 80 junge Erwachsene zwei Wochen lang untersucht. Die Facebooknutzer mussten fünf Mal am Tag fünf Fragen beantworten. Unter anderem: Wie fühlst du dich? Wie lang hast du Facebook genutzt, seitdem wir das letzte Mal gesprochen haben? Und wie oft hast du Menschen seitdem persönlich getroffen?

Das Ergebnis war eindeutig: Je mehr die Personen Facebook nutzten, desto schlechter fühlten sie sich.

Warum Facebook auf die Laune drückt, können die Forscher nicht erklären.

Eine frühere Studie aus Schweden hatte herausgefunden, dass Frauen sowie Personen mit geringem Einkommen und niedriger Ausbildung einerseits mehr Zeit bei Facebook verbringen und andererseits weniger zufrieden sind. Studienleiterin Ida Nilsson erklärte, als Grund vermute man, dass sich die Leute mit den Profilen anderer Anwender verglichen. Die User stellten fröhliche Bilder von sich ins Netz, was eine Illusion von Glück erzeuge, während man die Menschen nicht in ihrem wirklichen Leben sehen könne.

Es sei aber gefährlich, sich bei Facebook aufzuhalten, wenn man sich nicht skeptisch gegenüber den dort gewonnenen Informationen verhalte. Darüber hinaus neigten weniger glückliche Personen offensichtlich eher dazu, Zeit bei Facebook zu verbringen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)