15. August 2013

Nach den Anschlägen in Norwegen: Besonders Frauen litten unter posttraumatischer Belastungsstörung

Die Anschläge auf das Osloer Regierungsviertel vor zwei Jahren haben viele Menschen geschockt, vor allem diejenigen, die nah dran waren.

Norwegische Psychologen untersuchen in einer Langzeitstudie, wie diese Menschen das Trauma verarbeitet haben.

In einem Zwischenberichtheißt es: Von denjenigen, die den Anschlag miterlebten, habe knapp ein Viertel eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt. Doch auch Leute, die an dem Tag nicht bei der Arbeit im Regierungsviertel waren, zeigten Symptome von Stress und Angst. Bei ihnen waren es sechs Prozent.

Frauen seien doppelt so häufig betroffen wie Männer. Und vieles deute darauf hin, dass Führungspersonen seltener an einer Belastungsstörung litten als einfache Angestellte.

Die Forscher vermuten, dass leitende Angestellte sich mehr über die Anschläge informiert haben. Das Gefühl der Kontrolle könne ein Puffer gegen posttraumatische Beschwerden sein.

Hier geht es zu einem Artikel in der norwegischen Zeitung "Forskning"

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)