16. August 2013
Bye, bye, Kepler!
Das Weltraumteleskop ist nicht mehr zu retten. Das gab die NASA bekannt, nachdem sie monatelang versucht hatte, die technischen Defekte zu beheben. Zwei von vier Reaktionsrädern waren kaputt - sie sollen das Teleskop eigentlich steuern.
Kepler war 2009 ins All gestartet, um nach Planeten wie der Erde zu suchen. Seitdem hat das Teleskop mehrere tausend Kandidaten außerhalb unseres Sonnensystems gefunden. Einer der leitenden Wissenschaftler der Mission sagte, vorher habe man kaum etwas über erdähnliche Planeten in unserer Galaxie gewusst - Kepler habe gezeigt, dass unsere Milchstraße "bis zum Rand voll" davon sei.
Ganz vorbei ist es aber vielleicht noch nicht mit dem Teleskop. Womöglich kann Kepler noch weniger anspruchsvolle Aufgaben lösen, etwa nach Kometen oder Supernovae suchen. Neue Entdeckungen kann er auch noch liefern: Datenmaterial aus zwei Jahren muss erst noch ausgewertet werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)