16. August 2013

"taz": Wir leben in einer Kultur des Verdachts

Die Überwachung rund um uns herum zeigt: Wir leben in einer Kultur des Verdachts.

So fasst es eine Autorin der "taz" zusammen. Sie zitiert den Sicherheits-Wissenschaftler Nils Zurawski von der Uni Hamburg mit den Worten, die Bürger seien nicht von Risiken bedroht, sondern selbst zum Risiko geworden. Je mehr der Staat die Bürger überwache, desto misstrauischer würden sie. Und desto eher versuchten sie, ihr Handeln zu verstecken. Ein Teufelskreis also. Die "taz" sieht es so: Eigentlich sollte die Überwachung Sicherheit schaffen, für das einzelne Individuum bedeute sie aber das Gegenteil: Unsicherheit.

Denn, so zitiert die Zeitung die Rechtswissenschaftlerin Marion Albers von der Uni Hamburg, jeder habe irgendwann und irgendwie etwas zu verbergen. Und wenn lange genug gesucht werde, werde auch bei jedem etwas Verdächtiges gefunden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)