16. August 2013
Mehr Männer in die Kitas!
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder wünscht sich, genauso wie die EU übrigens, dass es statt drei Prozent künftig 20 Prozent männliche Erzieher gibt. Doch 2012 war nur ein Anstieg auf 3,8 Prozent zu verzeichnen. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" führt das darauf zurück, dass ein Job in der Kita nur wenig Prestige, geringes Gehalt und kaum Aufstiegschancen mit sich bringt.
Und auch aus der Wissenschaft gebe es Gegenwind für die Pläne der Familienministerin. Es sei nämlich in der Theorie nicht erwiesen, dass das Geschlecht von Pädagogen für die Entwicklung von Kindern relevant sei. Wohl dagegen das Geschlecht der Kinder - Jungen und Mädchen würden sowohl von männlichen als auch weiblichen Erziehern anders behandelt. Und gerade die Forderung nach mehr männlichem Kita-Personal berge die Gefahr, Geschlechterstereotype zu transportieren: Die Zeitung beruft sich auf eine Studie, laut der sich die Erzieher in der Realität vor allem um vermeintlich typische männliche Aufgaben kümmern: Toben, Handwerken, Sport.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)