16. August 2013
Der Wahlkampf hat begonnen - um das zu kapieren, muss man nur einen Blick auf die vielen Plakate auf den Straßen werfen.
Die Universität Hohenheim erforscht, wie genau solche Werbung auf den Betrachter wirkt. Dazu kombiniert sie Wählerbefragungen mit sogenanntem Eyetracking, also der Aufzeichnung von Blicken. Dabei haben die Wissenschaftler festgestellt: "Kopfplakate", auf der nur ein Kandidat oder eine Kandidatin abgebildet ist, sind besonders unbeliebt. Der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider sagt: Solche Plakate machen die abgebildeten Politiker zwar etwas bekannter - viele Menschen sind aber früher oder später davon genervt.
Deutlich besser funktionieren demnach Themenplakate, auf denen die Parteien die Aufmerksamkeit auf ihre Kernthemen lenken, also zum Beispiel den Bereich Wirtschaft, Umwelt oder Soziales. Insgesamt fällt die Bilanz der Wissenschaftler für die Wahlplakate aber ernüchternd aus: Sie veränderten die Einstellung der Wähler kaum.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)