16. August 2013

Stressbewältigung von Schlauchwürmern soll auch bei Menschen helfen

Vielleicht können Schlauchwürmer dabei helfen, Therapien gegen Angstzustände und postraumatischen Stress zu entwickeln.

Genetiker aus New Jersey untersuchen derzeit ein Phänomen, das bei diesen Würmern beobachtet wurde: In Stresssituationen, wie etwa Hunger oder extremer Hitze, verändern sich die Nervenzellen der Würmer, so dass sie sich nicht zu zeugungsfähigen Erwachsenen entwickeln, sondern in einer Art Larvenstadium verharren. Auf diese Weise leben sie deutlich länger - und sie überleben sogar Extremsituationen wie den Absturz des Space Shuttles Columbia 2003. Ist der Stress vorbei, entwickeln sich die Larven ganz normal weiter und erreichen das reproduktive Stadium - so als wäre nichts geschehen. Menschen gelingt das nicht immer. Oft treten posttraumatische Belastungsstörungen und Angstzustände lange nach der auslösenden Situation auf.

http://news.rutgers.edu/news/rutgers-study-worms-may-shed-light-human-ability-handle-chronic-stress/20130814

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)