16. August 2013
Tiefe Schluchten sind für Forscher oft ein Beleg für Erdbewegungen.
Wissenschaftler der Universität Tübingen haben aber jetzt herausgefunden, dass solche Einschnitte auch durch Klimaveränderungen verursacht werden. Sie untersuchten bis zu zweieinhalb Kilometer tiefe Schluchten in den Anden. Die hatten sich vor rund vier bis drei Millionen Jahren besonders schnell in den Fels eingeschnitten. Die Forscher stellten fest, dass diese Entwicklung parallel zum globalen Klimawandel lief - das Klima wechselte von einer warmen zu einer Kälteperiode. Dadurch änderte sich die Oberflächentemperatur der Meere, was wiederum dafür sorgte, dass es über dem Andenplateau mehr regnete. Dadurch entstanden die tiefen Schluchten, unabhängig von Erdbewegungen.
http://www.sciencemag.org/content/341/6147/774.abstract
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)