19. August 2013

Glasklar: So funktioniert die Elektronische Aufenthaltsüberwachung

In unserer Rubrik Glasklar beschäftigen wir uns heute, passend zum Tagesthema, mit der "Elektronischen Aufenthaltsüberwachung".

Die sogenannte "elektronische Fußfessel" ist mit einem Sender ausgestattet, der mit einem Empfänger über das Telefonnetz mit der zuständigen überwachenden Behörde verbunden ist. Der Standort des Überwachten kann rund um die Uhr kontrolliert werden. Sein Tagesablauf wird vorher in einem Wochenplan genau festgelegt. Bei häufigen oder schweren Verstößen kann die Bewährung widerrufen werden. In Deutschland wird die Fußfessel noch nicht in allen Bundesländern eingesetzt. Seit einigen Jahren wird die Anwendung von Fußfesseln diskutiert, weil die Gefängnisse überfüllt sind. Sie wird dabei als Alternative zur Freiheitsstrafe gesehen. In den meisten Anwenderländern haben sich aber durch die Maßnahme die Gefängnisse nicht geleert. Vielmehr wurde so ein neuer Bereich zwischen Haft- und Bewährungsstrafe geschaffen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)