20. August 2013

Glasklar: Die Geschichte der Null

Unser glasklarer Blick ins Lexikon widmet sich heute passend zum Tagesthema der Geschichte der Zahl Null.

Die ersten Zivilisationen kannten noch kein Zeichen für das Nichts. Von den Babyloniern kennt man zwar Rechnungen, die Null ergeben. Die Zahl hatte aber noch keinen Namen. Die Ägyptern aber hatten schon im 2. Jahrhundert vor Christus eine Hieroglyphe, die für die Null stand. Der griechische Astronom Klaudius Ptolemäus verwendete später ein kleines "o" als Zeichen für etwas Fehlendes, vermutlich als Abkürzung für das griechische Wort für "nichts".

Die Römer trugen zur Entwicklung der Mathematik nicht viel bei. In Indien aber entstand zwischen dem 4. und dem 6. Jahrhundert nach Christus das Dezimalsystem - und vom 7. Jahrhundert an findet sich in Inschriften ein Punkt oder ein Kreis als Symbol für die Leere. Arabische Mathematiker brachten das Dezimalsystem und damit auch die Null schließlich über Byzanz nach Europa.

Wirklich gerechnet wird mit der Null aber erst seit dem 17. Jahrhundert. Seitdem wurde sie auch Ausgangspunkt für viele Skalen, zum Beispiel bei der Temperatur oder dem Meeresspiegel. Erst damit entstanden Begriffe wie positiv und negativ. Und: Auf Null setzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)