20. August 2013

Stiftung Warentest: Banken kassieren zu viel beim Dispo

Die Banken in Deutschland bekommen ihr Geld im Moment für einen Zins von 0,5 Prozent von der Europäischen Zentralbank.

An ihren Kunden verleihen sie es zum Teil für mehr als 13 Prozent Zinsen. Die Stiftung Warentest kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als 100 Banken in Deutschland zu viel beim Dispozins kassieren. Sie hat die Konditionen beim Girokonto von 1.500 Banken untersucht und dabei große Unterschiede festgestellt.

Nach Angaben der Stiftung Warentest greifen vor allem Banken auf dem Land beim Dispo zu. Das krasseste Beispiel: Die Volksbank in der Gemeinde Feldatal in Hessen. Sie verlangt 22,5 Prozent, wenn jemand sein Girokonto überzieht. Von den Banken mit Geschäften bundesweit nimmt nur die Targobank mehr als 13 Prozent. Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel die Volksbank für die Uckermark in Prenzlau in Brandenburg. Sie verlangt 4,2 Prozent für einen Dispositionskredit.

Die Stiftung Warentest wirft außerdem einigen Banken vor, gegen das Gesetz zu verstoßen. Sie hätten nicht, wie vorgeschrieben, einen Aushang mit den Dispozinsen. Andere hätten die Zinsen am Telefon nicht nennen wollen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)