20. August 2013
Die umstrittene Gasfördermethode Fracking lässt im US-Bundesstaat Ohio die Erde erzittern.
Mehr als hundert kleine Beben registrierten Forscher dort innerhalb eines Jahres. Der Grund dafür ist aber offenbar weniger das Fracking selbst. Probleme macht stattdessen die Entsorgung des dafür notwendigen Wassers. In Ohio wurde das Brauchwasser in einen tiefen Brunnen gefüllt. Durch den erhöhten Wasserdruck wurden die Erdbeben ausgelöst. Das größte hatte eine Stärke von 3,9.
Fracking ist aber nicht nur wegen der Beben umstritten, sondern vor allem wegen der verwendeten Chemikalien. Beim Fracking werden mit hohem Druck Wasser und Chemikalien in Felsgestein gepresst, um das dort lagernde Gas freizusetzen. Kritiker befürchten, dass dadurch das Grundwasser verseucht werden könnte. Befürworter argumentieren, dass die Grundwasservorkommen in der Regel mehrere tausend Meter oberhalb der Felsen liegen, aus denen beim Fracking das Gas gepresst wird.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)