20. August 2013

Alzheimer-Risiko steigt durch zuviel kupferhaltige Lebensmittel

Unser Körper braucht Kupfer. Zuviel davon kann aber offenbar böse Folgen haben.

Im Tierversuch verursachte schon die Zufuhr geringer Mengen des Metalls mit der Zeit krankhafte Veränderungen im Gehirn. US-Forscher berichten, dass sich mit der Nahrung aufgenommenes Kupfer in den Blutgefäßen des Gehirns ansammelte. Dies verhinderte den Abtransport des Eiweißstoffs Beta-Amyloid. Stattdessen lagerte sich das Eiweiß im Gehirn ab - ein charakteristisches Merkmal der Alzheimer-Demenz. Dieser Effekt des Kupfers ließ sich im Labor auch bei menschlichen Hirnzellen nachweisen. Nach Ansicht der Forscher könnten Wirkstoffe, die das Kupfer binden, die Demenz aufhalten.

Vor einigen Jahren noch hatten deutsche Forscher das Gegenteil vermutet. Sie entdeckten im Hirngewebe von Alzheimer-Patienten sehr niedrige Kupferspiegel und vermuteten, dass gerade der Mangel an Kupfer zu Vergesslichkeit führen könnte.

Kupfer ist tatsächlich ein lebensnotwendiges Spurenelement. Es ist vor allem im Trinkwasser und in Getreide, Nüssen, Innereien und Schalentieren enthalten. Erwachsene brauchen normalerweise 1 - 1,5 mg Kupfer pro Tag. Ab wann es schädlich wird, ist noch unklar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)