21. August 2013
Jacob Appelbaum findet, dass der "Guardian" dem Druck standhalten sollte.
Der Internetaktivist sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", die britische Zeitung solle die Forderung zu schweigen zurückweisen. Sie solle stattdessen weiter über die, Zitat "kriminellen Machenschaften der Geheimdienste GCHQ, NSA und BND berichten". - Der "Guardian" hatte gestern berichtet, er sei vom britischen Geheimdienst gezwungen worden, Unterlagen zum Fall Edward Snowden zu vernichten.
Appelbaum meint außerdem, die Missachtung der Bürgerrechte werde durch Erklärungen der Regierungen nicht rechtens - weder in Deutschland noch in Großbritannien, Amerika oder dem Rest der Welt. Der "Hacktivist" glaubt, dass Deutschland eines der wenigen Länder ist, das mit dem Anspruch auf Wahrheit und Versöhnung einen Weg aufzeigen könnte. Es sei seine Hoffnung, dass das Land auch Großbritannien und Amerika helfe, offenbar verlorene moralische Autorität wiederzufinden. Der US-Amerikaner Appelbaum lebt seit einiger Zeit in Deutschland und arbeitet für das Tor-Projekt, ein Netzwerk für die Anonymisierung von Verbindungsdaten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)