21. August 2013

Umweltgifte in der Arktis sind für Eismöwen oft tödlich

Mit Menschen haben die Eismöwen auf der Bäreninsel in der Barentssee nicht viel zu tun.

Und trotzdem leiden sie unter ihnen. Norwegische Wissenschaftler berichten, dass die arktischen Vögel weniger gut überleben, wenn sie mit organischen Schadstoffen belastet sind. Die Wissenschaftler haben vor 16 Jahren mehr als 100 ausgewachsene Eismöwen beringt. Vorher entnahmen sie Blutproben, um zu gucken, wie stark sie mit chlororganischen Verbindungen belastet waren. Die sind in vielen Produkten der chemischen Industrie enthalten, zum Beispiel in Pestiziden und vielen Kunststoffen.

Die Wissenschaftler überprüften dann sieben Jahre lang, wie viele der beringten Vögel noch lebten. Sie stellten fest: Bei den besonders stark belasteten Tieren sank die Überlebenswahrscheinlichkeit. Bei den Weibchen wirkten sich schon geringere Konzentrationen negativ aus als bei den Männchen.

Die Studie ist im Fachmagazin "Proceedings B" der britischen Royal Society erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)