21. August 2013
Schon kleine Unterschiede zwischen Dunkel und Hell beeinflussen unser Verhalten und unsere Denkleistung.
Mit diesem Phänomen beschäftigt sich die "Süddeutsche Zeitung". Sie zitiert verschiedene internationale Studien, die nach Ansicht der Psychologin Lioba Werth von der Uni Hohenheim alle belegen: In der Dunkelheit ist das impulsive Denken ausgeprägter, Menschen sind risikofreudiger und offener, aber auch selbstsüchtiger und unehrlicher. Im Hellen denken Menschen vor allem reflektiv, also selbstbeherrscht und in klaren Strukturen. Wissenschaftler aus Harvard fanden etwa heraus, dass Studenten in einem leicht abgedunkelten Raum zwar den Mut haben, stärker und kreativer zusammenarbeiteten. Die Hemmschwelle zu betrügen sinke aber auch. In einem anderen Versuch forderten die Wissenschaftler die Probanden laut Zeitung auf, Geld zwischen sich und einem Gegenüber aufzuteilen. Schon das Tragen einer Sonnenbrille führte dazu, dass die Testpersonen weniger Geld abgaben. Laut Psychologin Werth ein Beleg dafür, dass bei wenig Licht das Gefühl der Anonymität wächst und die Hemmschwelle sinkt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)