21. August 2013
Vögel passen sich offenbar der Geschwindigkeit von Autofahrern an.
In verkehrsberuhigten Wohnvierteln lassen sich die Tiere mehr Zeit, um vor einem Auto von der Straße zu fliehen, als auf Schnellstraßen. Das haben kanadische Forscher in einer Studie herausgefunden. Die Wissenschaftler beobachteten ein Jahr lang verschiedene Vogelarten auf einer Route durch Felder, Wälder, kleine Dörfer und Städte. Ihr Ergebnis: Die Vögel passen sich den Straßenverhältnissen an. In Tempo-20-Zonen ließen die Tiere ein Auto näher an sich herankommen als auf Straßen, wo man schneller fahren darf. Schwere Vögel, wie zum Beispiel die Rabenkrähe, ergriffen unabhängig vom Tempolimit eher die Flucht als leichtere und damit wendigere Arten, wie der Haussperling. Und auch die Erfahrung spielt eine Rolle: Jungvögel fliegen generell eher davon als ältere.
Die Studie ist im Fachmagazin "Biology Letters" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)