21. August 2013
Auf den Färöern leben heute knapp 50.00 Menschen.
Bisher wurde vermutet, dass die ersten Bewohner dort Wikinger waren - und dass sie die nordatlantische Inselgruppe ab dem Jahr 800 nach Christus besiedelten. Jetzt haben Archäologen der englischen Durham Universität in Zusammenarbeit mit dem färöischen Nationalmuseum deutlich ältere menschliche Spuren gefunden. Sie entdeckten auf der Insel Sandoy Torfasche. Die wurde in der Region an besonders windigen Stellen ausgebracht, um Saatgut in der Erde zu schützen. Die Forscher fanden in den Proben Gerstenkörner, die sie auf das 4. bis 6. Jahrhundert datieren können.
Die Wissenschaftler gehen jetzt davon aus, dass die früheren Siedlungen von den Wikingern zerstört wurden. Deshalb habe man wohl bisher auf den Färöern so wenig Hinterlassenschaften der ersten Bewohner gefunden. Welche Volkszugehörigkeit die ersten Siedler hatten, wisse man noch nicht.
Die Färöer gehören zu Dänemark, haben aber - wie Grönland - weitgehende Autonomie. Die färöische Sprache geht auf das Altnordische zurück und ist eng mit dem Isländischen verwandt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)