21. August 2013
Tschüss Dorsch, hallo Sardine oder Dorade.
Die Wassererwärmung kann nach Meinung des Meeresökologen Thorsten Reusch dazu führen, dass in der Ostsee in Zukunft Fischarten heimisch sind, die die Anwohner normalerweise nur aus dem Urlaub in Spanien oder Griechenland kennen.
Der Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung sagte der Nachrichtenagentur "dpa", dass die Ostsee bis Ende des Jahrhunderts im oberen Bereich 4,5 Grad wärmer werden könnte. Schon jetzt hätten sich die hiesigen Meere seit 1860 um 1,5 Grad erwärmt. Diesem Signal folgten die Fische. So sei es gut möglich, dass der Dorsch Richtung Arktis auswandere, weil er um zehn Grad kaltes Wasser brauche.
Der Meeresökologe erklärte, dass es bisher kaum systematische Untersuchungen zur Fischwanderung gibt. Sein Institut arbeite aber mit Forschungseinrichtungen aus sieben Ländern zusammen, um das zu ändern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)