21. August 2013

Interview: Newsgames müssen vereinfachen, aber dürfen nicht falsch sein

Newsgames - Computerspiele, die aktuelle politische Themen wie den Syrienkrieg simulieren - sind umstritten.

Die Herausforderung dieser Spiele ist es, Konflikte und Nachrichten so herunterzubrechen, dass sie nicht falsch werden, aber einfach. Dieser Ansicht ist Linda Breitlauch von der Hochschule Games Academy in Berlin. Im Deutschlandradio Kultur sagte sie, Newsgames sollten den Spieler mit Kompromisslösungen vertraut machen. Gerade bei komplizierten geschichtlichen Situationen sei das notwendig. Damit es keine Falschdarstellungen und Manipulationen gebe, hätten Spieleentwickler die selbe Verantwortung wie Journalisten. In Zukunft könnten beide möglicherweise enger zusammenarbeiten.

Das Potenzial der Newsgames ist laut Breitlauch noch schwer einzuschätzen. Sie geht davon aus, dass die Entwicklung in der Indie-Szene bleibt, da mit den Spielen kein Geld zu verdienen sei. Es gehe eher um die Positionierung der jeweiligen Spielentwickler.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)