22. August 2013
Kaltgepresstes Olivenöl, Käse vom Schaf, frischer Thymian - die mediterrane Küche hat sich in Deutschland durchgesetzt.
Nur der Knoblauch hat's nicht leicht: Für einige hierzulande ist das geruchsintensive Gewürz immer noch befremdlich. Aber was heißt eigentlich "immer noch"? Forscher haben herausgefunden, im Ostseeraum haben die Menschen schon vor über 6.000 Jahren mit Knoblauch gewürzt.
Ein internationales Forscherteam hat Spuren der Knoblauchrauke Alliaria petiolata gefunden und zwar in Kreamikgefäßen, die von der Küste in Holstein stammen.
Die Wissenschaftler schreiben in der Zeitschrift PLOS ONE, bisher sei man davon ausgegangen, dass die Jäger und Sammler in der Region damals nur Pflanzen aßen, um Kalorien aufzunehmen. Der Nährwert von Knoblauchrauke sei aber gering. Das zeige: Den Menschen sei es um den Geschmack gegangen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)