22. August 2013
Weniger arbeiten macht nicht in jedem Fall glücklicher.
Das legt eine Studie von der Universität in Seoul nah. In Südkorea war vor fast zehn Jahren die Fünf-Tage-Woche eingeführt worden. Der Samstag ist seitdem frei, die Wochenarbeitszeit von 44 auf 40 Stunden gekürzt - offiziell. Die Regierung wollte damit den Lebensstandard erhöhen und die schwache Freizeitindustrie ankurbeln.
Die Forscher haben nun untersucht, wie sich diese Reform auf das Wohlbefinden der Arbeitnehmer ausgewirkt hat. Ihre Analye beruht auf repräsentativen Langzeitbefragungen.
Heraus kam: Die meisten Südkoreaner finden die Reform gut, aber zufriedener hat sie sie nicht gemacht - weder im Job, noch im Privatleben. Allerdings befürworten Frauen die Fünf-Tage-Woche stärker als Männer. Vermutlich, weil sie sich in Südkorea traditionell stärker um den Haushalt kümmern. Viele Männer haben angegeben, dass durch die Arbeitszeitverkürzung der Leistungsdruck gestiegen sei.
Die Studie ist im "Journal of Happiness Studies" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)